Hauptinhalt

Unterbringung der Flüchtlinge und Asylsuchenden

/
Unterbringung von Flüchtlingen
(© dpa-Bildfunk)

Derzeit entstehen zahlreiche Erstaufnahme-Einrichtungen (EAE) in ganz Sachsen. EAE entstehen in der Regel in Bestandsimmobilien, z.B. Turnhallen oder leeren Wohngebäuden. Aufgrund mangelnder Kapazitäten werden jedoch auch winterfeste, beheizbare Zelte und Leichtbauhallen für die Errichtung von EAE verwendet.

/
Registrierung der Flüchtlinge durch das DRK
(© DRK LV Sachsen e.V.)

Neben der Registrierung durch die Zentrale Ausländerbehörde und das BAMF werden die Flüchtlinge bei Ankunft in einer EAE zusätzlich vom Deutschen Rote Kreuz (DRK) als Betreiber der EAE registriert.

/
Essensausgabe
(© DRK LV Sachsen e.V.)

Außerdem erhalten die in einer EAE aufgenommenen Flüchtlinge ein Code-Armband, mit dem sie ihr Essen bei der Essensausgabe abholen können.

/
Code-Armband
(© DRK LV Sachsen e.V.)

Ausgabe Code-Armband durch einen Mitarbeiter des DRK.

/
Essensausgabe
(© DRK LV Sachsen e.V.)

Ein Flüchtling bei der Essensausgabe in der EAE Bremer Straße in Dresden.

/
Teewagen
(© DRK LV Sachsen e.V.)

Ein Mitarbeiter des DRK bei der Säuberung eines Teewagens.

/
Schlafbereich EAE Nöthnitzer Strasse
(© DRK LV Sachsen e.V.)

EAE sind in der Regel in mehrere Bereiche aufgeteilt. Hier: Schlafbereich in der EAE Nöthnitzer Strasse, Dresden.

/
EAE Wohnbereich
(© DRK LV Sachsen e.V.)

Das Bild zeigt den Wohnbereich in der EAE in Heidenau bei Dresden.

/
Medical Point EAE Heidenau
(© DRK LV Sachsen e.V.)

In jeder EAE gibt es auch einen Med Point. Im Medical Point werden die Flüchtlinge medizinisch versorgt. Hier: EAE in Heidenau bei Dresden.

/
EAE Heidenau
(© DRK LV Sachsen e.V.)

Kleiderwäsche in der Erstaufnahme-Einrichtung in Heidenau bei Dresden.

/
Essensbereich Messe Leipzig
(© DRK LV Sachsen e.V.)

EAE Messe Leipzig.

/
Kleiderkammer Messe Leipzig
(© DRK LV Sachsen e.V.)

In der Kleiderkammer können sich die Flüchtlinge mit Kleidern und Schuhen ausstatten lassen. Hier: Kleiderkammer in der EAE Messe Leipzig.

/
Übersichtsplan Leipziger Messe
(© DRK LV Sachsen e.V.)

Ein Übersichtsplan in der EAE Messe Leipzig zeigt die Aufteilung verschiedener Nationen auf unterschiedliche Bereiche.

/
Aufbau EAE
(© DRK LV Sachsen e.V.)

Für die Einrichtung einer EAE bleiben den Mitarbeitern der Hilfsorganisationen oft nur wenige Tage bzw. Stunden Zeit. Hier: EAE Heidenau bei Dresden.

Flüchtlinge und Asylsuchende werden bei ihrer Ankunft in Deutschland zunächst in Erstaufnahme-Einrichtungen (EAE) der Länder und später in Gemeinschafts-Unterkünften der Kommunen untergebracht. In der EAE verbringen die Flüchtlinge maximal drei Monate. Anschließend werden die Asylbewerber auf die Kommunen verteilt.

Versorgung in Erstaufnahme-Einrichtungen (EAE)

Die EAE werden vom Freistaat Sachsen (Landesdirektion Sachsen) in Kooperation mit den Hilfsorganisationen:

  • DRK Sachsen e.V.
  • MW Malteser Werke gemeinnützige GmbH
  • Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Landesverband Sachsen

betrieben. Derzeit gibt es in Sachsen zwei EAE in Chemnitz-Ebersdorf und Leipzig-Friederikenstraße. In Leipzig wurde Mitte Dezember 2016 eine weitere EAE in der Max-Liebermann-Straße 36 b/c eröffnet. Diese wird nun belegt. 2017 soll eine zusätzliche EAE in Dresden (Hammerweg) zur Verfügung gestellt werden. Desweiteren gibt es momentan zeitweilige Unterkünfte im Rahmen der Erstaufnahme von Asylsuchenden, um den Flüchtlingsstrom nach Sach­sen zu be­wäl­ti­gen.

Die Gesamtaufnahme-Kapazitäten der EAE im Land Sachsen betragen Anfang Februar 2017 rund 5.200 Plätze.

In den EAE erfolgt:

  • die Registrierung der Flüchtlinge und Asylsuchenden durch die Zentrale Ausländerbehörde (ZAB)
  • die medizinische Erstuntersuchung
  • die Registrierung beim Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Für die Durchführung der Asylverfahren ist das BAMF zuständig. In jeder EAE mit einer Kapazität von mehr als 500 Betten richtet das BAMF eine Außenstelle zur Bearbeitung der Asylverfahren ein. Derzeit gibt es in Chemnitz, Leipzig und Dresden Außenstellen der Behörde.

Sicherheitsrahmenkonzept für Erstaufnahme-Einrichtungen (EAE) im Freistaat Sachsen

In den vergangenen Monaten ist es im Zusammenhang mit den hohen Asylbewerberzahlen wiederholt zu sicherheitsrelevanten Vorkommnissen an und in EAE gekommen. Mit dem vorliegenden Sicherheitsrahmenkonzept sollen geeignete und erforderliche Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit in und um EAE festgelegt werden.

Gewaltschutz­konzept für EAE im Freistaat Sachsen

Gewalt war häufig eine Konstante im Leben der Flüchtlinge in den Herkunftsländern oder auf der Flucht. Auch in Deutschland, wo sie Zuflucht und Schutz vor Gewalt suchen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie in den Flüchtlingsunterkünften sexualisierte oder häusliche Gewalt durch Partner, Mitbewohner oder Personal erleben. Das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Ethnien auf engem Raum in den Asyl­unter­künf­ten birgt Konflikt­potential.

Das oben genannte Sicherheitsrahmenkonzept enthält erste Festlegungen zum Umgang mit besonders schutzbedürftigen Personen. Diese sollen durch das vorliegende Gewaltschutzkonzept näher ausgestaltet werden. Dazu gehören insbesondere die Festlegung von Standards für das Verhalten nach Gewalt gegen besonders schutzbedürftige Personen sowie Vorgaben zur Präventionsarbeit.

Gemeinschafts-Unterkünfte in den Kommunen

In der Regel werden Flüchtlinge erst nach der Registrierung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in eine Gemeinschafts-Unterkunft in die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. Aufgrund der hohen Belegungszahlen in den EAE der Länder wird ein Teil der Flüchtlinge derzeit bereits vor der Registrierung durch das BAMF auf die Kommunen verteilt.

Voraussetzung für die Verteilung in kommunale Gemeinschafts-Unterkünfte ist:

Bei der Abverteilung wird der Grundsatz verfolgt, dass Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsstaaten bis zum Abschluss der Verfahren in den EAE des Freistaates verbleiben.

Die Versorgung und die Betreuung der Schutz suchenden Menschen in den Gemeinschafts-Unterkünften liegen im Verantwortungsbereich der Kommunen.

Die landesinterne Verteilung in Sachsen auf die Landkreise und kreisfreien Städte erfolgt nach einem Schlüssel, der sich aus dem Anteil des jeweiligen Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt an der Wohnbevölkerung des Freistaates Sachsen errechnet.
Geregelt ist die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge im Sächsischen Flüchtlingsaufnahmegesetz (SächsFlüAG).

Staatsministerium des Innern

Sicherheitsrahmengesetz

Maßnahmen für mehr Sicherheit in und um EAE

Staatsministerium des Innern

Hände breiten sich schützend über Papierfiguren aus

Gewaltschutzkonzept für besonders schutzbedürftige Personen in den EAE

Landesdirektion Sachsen

Hier finden Sie Ansprechpartner für die EAE

Details zu den EAE in Sachsen

Sie wollen helfen?

Ansprechpartner fuer Hilfsprogramme

Ansprechpartner fuer Hilfsprogramme

SächsFlüAG - Sächsisches Flüchtlingsaufnahmegesetz

Sächsisches Flüchtlingsaufnahmegesetz

Gesetzliche Regelung der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen

zurück zum Seitenanfang