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Modellprogramm »Arbeitsmarktmentoren für Geflüchtete«

farbige Hände bearbeiten ein Werkstück © dpa-Bildfunk

Mit dem Modellprogramm »Arbeitsmarktmentoren für Geflüchtete« des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sollen geflüchtete Menschen möglichst rasch und nachhaltig in eine Berufsausbildung oder sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gebracht werden.

Unterstützung für Flüchtlinge und Arbeitgeber

Kern des Programms sind Mentoren, die Geflüchteten auf dem gesamten Weg der Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarktintegration beratend und begleitend zur Seite stehen und bei der Inanspruchnahme von Regelinstrumenten und vorhandenen Förderprogrammen helfen. Gleichzeitig unterstützen die Mentoren Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe mit Rat und Tat, um eine möglichst reibungslose Eingliederung der neuen Mitarbeiter oder Auszubildenden in den betrieblichen Alltag zu gewährleisten.

14 Projekte in Sachsen

Sachsenweit werden 14 Projekte mit jeweils zwei bis sechs Arbeitsmarktmentoren gefördert. In jedem Landkreis bzw. jeder Kreisfreien Stadt ist ein Projekt aktiv. Eine Ausnahme bildet der Landkreis Mittelsachsen: hier gibt es zwei regional voneinander abgegrenzte Projekte.

Unterstützt werden die Arbeitsmarktmentoren durch eine fachlich-inhaltliche Programmbegleitung. Deren Aufgabe ist es, den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung zwischen den Arbeitsmarktmentoren sowie den Wissenstransfer in die Regelstrukturen zu unterstützen, eine Erfolgskontrolle und Qualitätssicherung durchzuführen und Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Die Umsetzung der fachlich-inhaltlichen Programmbegleitung erfolgt durch den Sächsischen Flüchtlingsrat.

Ansprechpartner zu den einzelnen Projekten finden Sie auf der Website »Arbeitsmarktmentoren-Sachsen«.

Dreijähriges Modellprogramm

Das Modellprogramm ist bis Ende 2019 angelegt und soll eine Kapazität von mindestens 1.700 teilnehmenden Geflüchteten erreichen.

  • Geflüchteten und deren Arbeitgebern/Ausbildungsbetrieben Orientierung und Unterstützung bieten, um möglichst rasche und nachhaltige Integration in Berufsausbildung bzw. qualifikationsadäquate, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu ermöglichen
  • Anpassung der bestehenden Regel-/Förderstrukturen an die neuen Herausfor-derungen im Zusammenhang mit Integration Geflüchteter unterstützen

1. Geflüchtete,

  • mit guter individueller Bleibeperspektive;
  • mit zumindest nachrangigem Arbeitsmarktzugang;
  • die bereits in sächsischen Kommunen untergebracht sind;

Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Integration von Frauen gelegt.

2. Arbeitgeber, die Geflüchtete ausbilden bzw. beschäftigen

  • gefördert werden 14 teilnehmerbezogene Projekte und ein Projekt zur fachlich-inhaltlichen Programmbegleitung
  • im Mittelpunkt der teilnehmerbezogenen Projekte stehen Arbeitsmarktmentoren, die Geflüchtete und deren Arbeitgeber/Ausbildungsbetriebe beim Integrationsprozess begleiten und unterstützen
  • gefördert werden vor allem Personalkosten (insbesondere für Mentoren)
  • Mentoren sollen prioritär auf bestehende Instrumente (z. B. Qualifizierungen oder Sprachkurse) zurückgreifen und in diese vermitteln
  • ein Projekt zur fachlich-inhaltlichen Programmbegleitung soll insbesondere Erfahrungsaustausch und Vernetzung zwischen teilnehmerbezogenen Projekten sowie Wissenstransfer in die Regelstrukturen unterstützen; Erfolgskontrolle und Qualitätssicherung durchführen; Öffentlichkeitsarbeit betreiben
  • Gesamtbewilligungsvolumen liegt derzeit bei rund 9,8 Mio. EUR
  • ein teilnehmerbezogenes Projekt je Landkreis/ Kreisfreier Stadt (Ausnahme: zwei, regional voneinander getrennte Projekte im Landkreis Mittelsachsen)
  • sachsenweit 48 Arbeitsmarktmentorinnen und -mentoren im Einsatz
  • insgesamt zwischen 1.700 und 1.820 Teilnehmerplätze geplant
  • ein Projekt dient der fachlich-inhaltlichen Programmbegleitung

Sehr oft höre ich von vielen Firmen, die helfen wollen, dass sie nicht wissen, wo sie qualifizierte Flüchtlinge finden können und diese nicht wissen, wo sie Firmen finden, die sie beschäftigen wollen. Hier helfen wir durch die Mentoren.

Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft und Verkehr

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