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Gesundheitsversorgung

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Erstuntersuchungen
(© dpa-Bildfunk)

Flüchtlinge und Asylsuchende haben Anspruch auf gesundheitliche Versorgung nach §4 Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).

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Erstuntersuchung
(© DRK LV Sachsen e.V.)

Direkt zu Beginn ihres Aufenthaltes in Deutschland wird eine medizinische Erstuntersuchung bei den Flüchtlingen durchgeführt.

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Lager Medical point eae
(© DRK LV Sachsen e.V.)

Die Erstuntersuchung wird in einer Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) an dem Standort durchgeführt, an welchem auch die Registrierung durch die Zentrale Ausländerbehörde (ZAB) vollzogen wird.

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MEdical Point in der EAE in Heidenau
(© DRK LV Sachsen e.V.)

In allen EAE wird zudem ein Med Point eingerichtet. Hier können sich Flüchtlinge mit akuten gesundheitlichen Beschwerden behandeln lassen. Hier: Med Point in der EAE in Heidenau bei Dresden.

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Praxis zur ambulanten ärztlichen Versorgung von Flüchtlingen
(© dpa-Bildfunk)

Während des laufenden Asylverfahrens haben Asylbewerber einen Anspruch auf medizinische Versorgung. Deshalb wurden in Dresden und Leipzig Ambulanzen speziell für Flüchtlinge eingerichtet. Die Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Barbara Klepsch (r.), beim Besuch der Praxis in Dresden.

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Impfsprechstunden
(© dpa-Bildfunk)

An allen drei EAE-Standorten in Sachsen werden zudem Impfsprechstunden angeboten. Hier können sich Flüchtlinge u.a. gegen Tetanus, Polio und Grippe impfen lassen.

Flüchtlinge und Asylsuchende haben Anspruch auf gesundheitliche Versorgung nach §4 Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Direkt zu Beginn ihres Aufenthaltes in Deutschland erhalten die Flüchtlinge eine medizinische Erstuntersuchung. Bei akuten Beschwerden können die Asylsuchenden einen ortsansässigen Arzt konsultieren oder in einer Flüchtlings-Ambulanz Hilfe suchen.

Erstuntersuchung

Wo und wann wird die Erstuntersuchung durchgeführt?

Die Erstuntersuchung wird zu Beginn des Aufenthaltes in einer Erstaufnahme-Einrichtung (EAE) im Anschluss an die Aufnahme durch die Zentrale Ausländerbehörde (ZAB) vorgenommen. Zunächst war dies nur in der EAE Chemnitz möglich. Seit September 2015 wird die Aufnahme durch die ZAB und die Erstuntersuchung der Flüchtlinge auch am Standort Dresden - Bremer Straße durchgeführt; seit Mitte Oktober 2015 auch in Leipzig.

Wer führt die Erstuntersuchung durch und mit welchem Ziel?

Die Erstuntersuchung obliegt dem Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD). Ziel der Erstuntersuchung ist es, ansteckende Krankheiten, unter anderem Tuberkulose oder Ruhr, zu erkennen und im Verdachtsfall zu behandeln.

Praxen zur ambulanten ärztlichen Versorgung von Flüchtlingen

Während des laufenden Asylverfahrens haben Asylbewerber einen Anspruch auf medizinische Versorgung. Diese wird in der Regel von ortsansässigen Ärzten durchgeführt. Zur Entlastung der umliegenden Ärzte wurden in Dresden, Chemnitz und Leipzig Praxen zur ambulanten ärztlichen Versorgung von Flüchtlingen eröffnet. Hier erhalten Patienten mit regulärem Behandlungsschein die ihnen zustehende Schmerz- und Akutbehandlung. Der Praxisbetrieb ist auf die Behandlung ausländischer Patienten eingerichtet. Neben Ärzten sind auch immer Dolmetscher anwesend.

Die Praxen werden von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen betrieben und befinden sich:

  • auf dem Gelände des Uniklinikums Carl Gustav Carus in Dresden
  • auf dem Gelände des Klinikums St. Georg in Leipzig
  • auf dem Gelände des Klinikums Chemnitz (ehemalige Rettungsstelle)

Interpretationshilfe nach Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

Um die Arbeit der Mediziner im Umgang mit Flüchtlingen und Asylsuchenden zu erleichtern, hat das Sächsische Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit zahlreichen Entscheidungsträgern im medizinischen Bereich eine Interpretationshilfe nach Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) erarbeitet. Der gemeinsam entwickelte Kriterienkatalog ist eine wichtige Hilfe für alle an der medizinischen Versorgung Beteiligten. Zukünftig können sich Ärzte und Pfleger an dem Leitfaden orientieren und Entscheidungen medizinisch korrekt, sachlich und vor allem schneller treffen.

Einrichtung von Impfsprechstunden

An allen EAE-Standorten in Sachsen werden Impfsprechstunden angeboten. Hier können sich Flüchtlinge unter anderem gegen Tetanus, Polio sowie Grippe impfen lassen. Die Kosten der Impfungen trägt die Landesdirektion Sachsen.

Pilot-Projekt Flüchtlinslotse

Zu Beginn des kommenden Jahres wird ein Flüchtlingslotse die Ambulanzen und Stationen des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden entlasten. Der speziell für die Patientengruppe Flüchtlinge zuständige Case Manager wird unter anderem für das Einholen von Zusagen der Kostenübernahme zuständig sein. Weiterführend wird die Organisation von Untersuchungs- und Therapieterminen sowie der passenden Dolmetscher zu seinen Aufgaben gehören. Die Lotsenfunktion ermöglicht es den Flüchtlingen unkomplizierter als bisher von einem Spezialisten des Uniklinikum Dresden untersucht zu werden.

Finanziert wird die neu geschaffene Stelle von den Einnahmen des Benefiz-Laufs »Run and Roll - Dresden bewegt sich«, welcher Anfang Oktober in Dresden stattfand. Die Erlöse belaufen sich auf insgesamt 75.000 Euro.

Diese Praxis könnte beispielgebend für andere Standorte sein. Sie entlastet andere Praxen in der Umgebung.

Barbara Klepsch, Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, bei der Eröffnung der ersten Flüchtlingsambulanz in Dresden

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